Im Test: Vollmetall-Hotend “Magma” von Trinity Labs (1)

In der letzten Woche hat mich freundlicherweise Post von Fabber Parts (Twitter @fabber_parts) erreicht. Der Inhaber, Christian Metzen, hat mir neben einer Elektronik über die ich später noch mehr schreiben will auch ein Hotend von Trinity Labs geschickt. Das Magma, wie Trinity Labs das Hotend nennt, ist ein Vollmetall-Hotend für 3mm Filament und kommt mit einer (theoretisch) auswechselbaren 0,4mm-Düse. Warum theoretisch? Dazu komme ich gleich.

trinity-magma-1

Rechts sind die Einzelteile aus dem Paket zu sehen. Nicht auf dem Bild sind zwei Thermistoren, die aber wohl keiner besonderen Abbildung bedürfen. Geliefert wird das ganze in einer praktischen Plastikbox mit Unterteilungen, die man später gut zum sortieren kleiner Schrauben oder ähnlciher Gegenstände verwenden kann. Und das ist drin:

  • ein Kühlkörper aus Aluminium mit 16mm Durchmesser und einer jHead-typischen Rille zur GrooveMount-kompatiblen Montage
  • ein schlecht wärmeleitendes Verbindungsrohr aus Edelstahl mit beidseitigen Außengewinden
  • ein aus 15mm Rundmaterial gefertigter Aluminium-Heizblock
  • eine 20 Watt Heizpatrone inkl. Hitzebeständiger Zuleitung
  • eine Düsenmutter aus Messing – Düsenbohrung 0,4mm

Eine Besonderheit die mir so bisher nicht begegnet ist, ist die Bohrung für den Thermistor in der Düsenmutter. Das hat natürlich den großen Vorteil, dass die Temperaturmessung direkt neben dem Düsenaustritt stattfindet. Der größte vorstellbare Nachteil des ganzen ist allerdings die Tatsache, dass die Flexibilität der aufgeschraubten Düse komplett verloren geht, denn ein Wechsel dürfte schwierig bis unmöglich sein. Zwar könnte man die Verkabelung des Thermistors einzeln steckbar gestalten, allerdings wäre die Zuleitung dann beim herausdrehen der Düsenmutter immer noch im Weg. Das erklärt dann auch mein “theoretisch” aus dem ersten Absatz. Ein weiteres Loch im Heizblock wäre vorhanden, allerdings passen dort die mitgelieferten Thermistoren nicht rein, ein Thermistor mit kleinerem Kopf evtl. schon. Ich habe für den Test jedoch auf solche Experimente erstmal verzichtet, nicht zuletzt weil ich zum testen die vorgesehene und meines Erachtens sehr gute Thermistorposition nicht aufgeben wollte. Der Düsen Durchmesser von 0,4mm dürfte ohnehin für die meisten Zwecke der richtige sein. Bleibt zu hoffen, dass eine Düsenreinigung so schnell nicht nötig ist :-)

Ich werde das Hotend in den nächsten Tagen in einen Nano-Extruder von Chri einbauen und dann schnellstmöglich zum Einsatz bringen. Ich bin richtig gespannt wie sich die Konstruktion in der Praxis zeigt. Angeblich soll der obere Teil des Hotends ohne Kühlung kalt genug bleiben um eine direkte Installation im ABS-Extruder zu ermöglichen. Das werde ich überprüfen und werde testen wie er sich im Druck verhält.

2 Gedanken zu „Im Test: Vollmetall-Hotend “Magma” von Trinity Labs (1)

  1. Bin gespannt wie die ersten Test laufen! Interessant ist das ganze schon…es wäre super wenn erste Druckergebnisse hier gepostet werden könnten;)

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