Selbst entwickeltes Smartphone Dock für iPhone 5/5S

Mit dem ersten iPhone lieferte Apple 2007 ein Dock aus – eine kleine Plastikschale in die das iPhone zum laden und übertragen der Daten gesteckt werden konnte. Schon bald wurde das Dock zum optional kaufbaren Zubehörteil und zwischenzeitlich gab es gar auch mal gar kein passendes Dock zum jeweiligen iPhone-Modell. Doch nicht nur beim iPhone – auch bei anderen Smartphone verhält es sich ähnlich.

In den letzten beiden Jahren sind bei Kickstarter diverse Dockideen aufgetaucht und bei einem davon habe ich auch mein Geld in den Topf geworfen. Das Elevation-Dock gefiel mir auf Anhieb sehr gut. Vollständig aus einem Aluminiumblock gefräst sollte es sich sicherlich gut machen neben dem Alu-iMac. Theoretisch tat es das auch, jedoch verzögerte sich die Auslieferung lange genug um den eingebauten 30-pin-Dockconnector zum alten Eisen gehören zu lassen – das Dock trudelte bei mir relativ zeitgleich mit dem iPhone 5 ein, weshalb der erste Handlungsschritt bereits die Anfertigung eines Lightning-Adapters war. Den gibt es zwar mittlerweile auch offiziell vom Hersteller des Docks, aber leider ist das Dock mittlerweile auch aus anderer Sicht alles andere als Ideal: Die Haftung auf dem Tisch ist trotz hohem Gewicht nicht hoch genug um das iPhone Einhändig aus dem Dock nehmen zu können – der Lightningstecker hält besser und zieht das Dock mit hoch. Außerdem wird der Touch-ID-Sensor der beim iPhone 5S im Homebutton integriert ist zu weit verdeckt und ist somit nicht bedienbar.

Kurzum: Der Bedarf für ein besseres Dock war vorhanden. Da ich nicht mehr viel Geld in ein hochwertiges Dock investieren wollte, das am Ende wieder die richtige Funktion vermissen lässt sollte es eine günstigere und vor allem selbst erdachte Lösung werden. Heraus kam ein kompaktes, 3D-gedrucktes Dock das sich bereits nach wenigen Tagen als das nützlichste Dock herauskristallisiert, das ich je hatte.

Es brauchte etwas Zeit im 3D-Programm und ein paar Druckversuche und dann war klar wie es werden sollte. Nach einigen Versuchen und viel rumprobiererei war auch der Sitz des Lightningsteckers und der Verlauf des Kabels klar und alles war wie es sein sollte. Hier ein kleines Rendervideo vom Ergebnis:

Wie ihr seht habe ich mich beim Design an der Schlichtheit des iPhones orientiert. Das ganze Dock trägt die Rundungen und Kanten des iPhones und ist so kompakt wie möglich. Der Homebutton und damit der Touch-ID-Sensor des iPhone 5S ist völlig frei zugänglich und die Vorderseite des iPhones ist bündig mit dem Dock. Das iPhone sitzt hoch genug um den Homebutton bequem erreichen zu können. Damit lässt es sich problemlos und vollständig im Dock stehend bedienen.

Damit war alles so wie es sein sollte – naja, fast alles. Ein Problem, dass ich mit all den anderen Docks auch hatte war ja wie oben erwähnt der feste Sitz des Lightningsteckers. Es musste also eine Lösung gefunden werden die das Dock am Tisch festsitzen lässt.

Recht schnell stellte sich heraus, dass das Problem mit Gewicht alleine nicht zu lösen ist. Das Aluminiumdock das ich hier habe ist schon recht schwer und reicht trotzdem nicht, ein selbst gedrucktes Modell mit Bleieinsätzen (abgesehen von der Gesundheitsverträglichkeit) schwer genug zu bekommen ist vermutlich utopisch. Aber es sollte sich eine andere Lösung finden und wie man sieht funktioniert die tadellos:

Plastikfolie aus Polyurethan hält das Dock über mikroskopisch kleine Sugnäpfe auf dem Tisch. Die sind zwar schwer zu bekommen, aber dafür eine sehr ideale Lösung. Da zwischen Dock und Tisch kein Kleber zum Einsatz kommt bleiben keine Kleberückstände zurück und das Dock ist trotz gutem halt auch recht einfach auf dem Tisch zu versetzen. Die Klebewirkung lässt bei häufigem versetzen mit der Zeit nach, da die Klebefläche verschmutzt. Durch einfaches Abwaschen mit klarem Wasser funktioniert sie nach dem trocknen jedoch wieder genauso wie am Anfang und sollte sich daher auch als Dauerlösung eignen.

Meine Ideallösung.

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